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Auszeichnung für Marienkapelle

Die Architekten Klodwig & Partner aus Münster hatten die innovative Komposition gestaltet. Architekt Tobias Klodwig sowie Frank Helming und Claudia Bramkamp (beide Kirchengemeinde St. Johannes) nahmen die Urkunde gemeinsam aus den Händen der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt, dem Juryvorsitzenden Prof. Jörg Friedrich und dem renommierten Architekturkritiker Dr. Niklas Maak entgegen. Vonseiten des Bistums Osnabrück nahmen Diözesanbaumeister Ralf Schlüter und Professor Dr. Stephan Winter an der Feierstunde teil.
Die Jurybewertung liest sich wie folgt: „Dieses Projekt besticht durch den neuen Umgang mit dem traditionellen Motiv einer Wallfahrtskapelle. Die Kapelle ist hier nicht wie sonst üblich im Seitenschiff, sondern zentral im Mittelschiff gesetzt. Eine zarte Wand fängt den Wallfahrtsbesucher ein und verdichtet den Kapellenraum zu einer Cella innerhalb des historischen Kirchenraumes. Die hellen, feinen Holzlinien, die wie Strahlen vom mittig platzierten Marienbild ausgehen, wirken mehr wie eine Zeichnung denn als Bauwerk. Dies verleiht dem Raum im Raum einen freundlich-heiteren Charakter.“
Besonders hervorgehoben wurde ferner die in einem historischen Kirchenbau mutig eingesetzte zeitgemäße Architektursprache, die das Miteinander von Tradition und Moderne in der Kirche in beispielhafter Weise zum Ausdruck zu bringen vermag. Der Preis des Landesverbandes Niedersachsen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) wird alle drei Jahre ausgelobt.
Diese Auszeichnung wird für beispielgebende baukünstlerische Leistungen verliehen. Seine Besonderheit ist die Auszeichnung von Architekten und Bauherrn für ihr gemeinsames Werk, mit dem sie sich zusammen für die Baukultur im Land verdient gemacht haben.
Dechant Gerhard Voßhage zeigte sich tief beeindruckt von der Auszeichnung: „Diese Auszeichnung ist für uns ein Ausdruck von Bestätigung und Ermutigung. Auf besondere Weise ist es gelungen, die Tradition und Geschichte Wietmarschens mit einer Perspektive für einen zukunftsweisenden Weg der Wallfahrt mitei-nander zu verbinden. Auch in Zukunft wollen wir für unsere Gemeinde und die Region das Gnadenbild fruchtbar werden lassen. Wir wollen weiter gute Gastgeber für Menschen sein, die nach Wietmarschen kommen. Ganz herzlich danke ich allen, die Zeit, Kraft und Energie in das Vorhaben gesteckt haben.“
Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.bda-niedersachsen.de.

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