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9. Station Glaubensweg


Der Bildhauer Dominikus Witte hat die neue Station, wie auch die bisherigen Stationen, gestaltet. Zur 9. Station schreibt er:
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Durch die Neuanordnung und Aufwertung des Gnadenbildes „Die Madonna auf dem Polsterstuhl“ in der Wietmarscher St. Johannes-Kirche wird auch die Wallfahrt hierher neu ins Blickfeld genommen.
So entstand der Wunsch, den direkten Zusammenhang vom Glaubensweg der Seligpreisungen mit der Wallfahrtsmadonna hier an der St. Johannes-Kirche mit der neugestalteten Marienkapelle zu verdeutlichen.
Dies soll nunmehr zum Ausdruck gebracht werden durch eine den Glaubensweg sozusagen fortsetzende bzw. ergänzende Station, die als „Bindeglied“ an der Kirche die Lücke zwischen Glaubensweg und Gnadenbild schliesst.
Formal ist diese Station konzipiert wie die des vorhandenen Glaubensweges, d. h. auf naturbelassenem Block aus Gildehauser Sandstein korrespondieren Bronzeelemente mit in den Stein gehauenen Reliefs. Das Dargestellte der neuen Station bezieht sich auf Erzählungen aus dem Buch Exodus des AT. Als Relief sind abgelegte Schuhe zu erkennen. Ex 3.5 („…leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.“) Die Bronze zeigt den Stab des Moses, der sich in eine Schlange verwandelt zum sichtbaren Zeichen für die Israeliten wird, dass Gott zu Mose gesprochen, ihn auserwählt und beauftragt hat, das Volk zu führen Ex 4.1-5.
Die in den Stein gehauenen Kürzel Ex 3 – Ex 5 verweisen auf die Herkunft des Dargestellten.
Neben der Skulptur wird wie an den Stationen des Glaubensweges eine kleine Sandsteinstele mit Schriftplatte errichtet. Die Zugehörigkeit zum Glaubensweg der Seligpreisungen soll nochmals verdeutlicht werden in dem auf der Schriftplatte die Worte Jesu zu lesen sind: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben (Joh 20,29).

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