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Neues Umfeld für die Heilige Maria

19.03.2011 GN
Neues Umfeld für die Heilige Maria
Pläne für Wallfahrtskirche in Wietmarschen werden Freitag
öffentlich diskutiert
Mit einem Bagger und einem Bauschild laden Kirchenvorstand und
Pfarrgemeinderat der katholischen Kirchengemeinde Wietmarschen auf
ungewöhnliche Weise die Öffentlichkeit zu einer
Informationsveranstaltung am kommenden Freitag ein. Dann soll ab 16
Uhr im Äbtissinenhaus und in der Kirche über ein mögliches neues
Umfeld für die Statue der Heiligen Maria beraten werden. Es geht damit
auch um die Umgestaltung der Wallfahrtskirche.
mm Wietmarschen. Beraten wird derzeit die Überlegung, innerhalb der
Wallfahrtskirche eine Marienkapelle einzurichten. Hintergrund ist die
Klage großer Wallfahrergruppen über die Enge in der Seitenkapelle, wo
das Gnadenbild der Gottesmutter steht. Auf der anderen Seite fehlt es
Gläubiges, die vor der Marienstatue beten wollen an der nötigen Stille in
der großen Kirche, vor allem bei Gottesdiensten. Zudem liegt im Bereich
der Seitenkapelle der Zugang zur Sakristei.
Diskutiert haben die Gremien bislang drei mögliche Varianten:
• Die Erweiterung der jetzigen Marienkapelle im Seitenschiff unter Einbeziehung der Räume der ehemaligen
Sakristei.
• Ein Anbau an die Kirche oder ein von der Kirche losgelöster Neubau.
• Eine Umgestaltung der Wallfahrtskirche zur Einrichtung einer Marienkapelle außerhalb des Seitenschiffs.
Favorisiert wird derzeit die Umgestaltung der Wallfahrtskirche. Erste Überlegungen in Abstimmung mit dem
Bistum gehen dahin, den jetzigen Chorraum, in dem der Altar und der mächtige historische Hochaltar stehen,
durch eine Stahl-Glas-Konstruktion vom übrigen Kirchenraum abzutrennen und als Marienkapelle mit dem
Gnadenbild der Gottesmutter zu gestalten. Hier wären Wallfahrer ungestört und auch kleinere Gottesdienste
– etwa an Werktagen – wären hier möglich.
In den großen verbleibenden Kirchenraum könnte eine neue Choranlage gestaltet werden, die den Hochaltar
und vielleicht auch das Chorgestühl wieder aufnehmen könnte. Vertreter von Kirchenvorstand und
Pfarrgemeinderat machten gestern Nachmittag deutlich, dass durch eine derartige Umgestaltung am Ende
etwa 100 Sitzplätze weniger in der jetzt 600 Plätze umfassenden „großen“ Wallfahrtskirche sein könnten.
20.03.2011 Grafschafter Nachrichten
gn-online.de/…/druckvorschau.php?PH… 1/2
Das reiche bis auf wenige Ausnahmen bei großen Wallfahrten aus. Die Beteiligten denken auch an die
Kosten, die derzeit für das Beheizen des großen Kirchenschiffes aufgebracht werden müssen.
Nach den Worten von Pastor Gerhard Voßhage stehen der Bischof, der Weihbischof und der Generalvikar
den Plänen positv gegenüber. Es gehe um eine Stärkung der Marienverehrung und eine Stärkung des
Wallfahrtsortes. Zudem will man sich mit der politischen Gemeinde abstimmen, die derzeit über die
Gestaltung des Ortskerns berät.
Die Informationsveranstaltung am kommenden Freitag beginnt um 16 Uhr im Äbtissinnenhaus. Hier wird
unter anderem Diözesanbaumeister Ralf Schlüter Vorschläge für eine Umgestaltung der Kirche erläutern.
Denkbar ist ein Architektenwettbewerb.
20.03.2011 Grafschafter Nachrichten
gn-online.de/…/druckvorschau.php?PH… 2/2

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